Robinsonlisten

Unabhängig von der Kostenersparnis und unabhängig davon, dass man dem Wunsch von Personen von denen bekannt ist, dass sie keine Werbung erhalten wollen schon aus Imagegründen nachkommen sollte, ist die Werbung per Telefon, Fax und Email in den meisten Ländern nur dann zulässig wenn der Adressat dieser Werbung ausdrücklich zugestimmt hat. Um die rechtlichen Risiken von Direktmarketing-Kampagnen und die dadurch verursachten Kosten zu begrenzen ist der Einsatz von Robinsonlisten geradezu Pflicht. Geführt werden Robinsonlisten von den Branchenverbänden der Direktmarketing-Unternehmen und/oder von Verbraucherschützern. Einträge in diese Robinsonlisten sind kostenlos. Versuche dafür kostenpflichtige Einträge zu verkaufen sind grundsätzlich als unseriös einzustufen.

Und hier die Webseiten ausgewählter Robinsonlisten weltweit:

Darüber hinaus sollte man noch eigene, unternehmensinterne Sperrlisten führen und verwenden. Diese sollten neben der zu sperrenden Adresse das Datum der Sperrung und den Grund für die Sperrung enthalten. Aufgenommen könnten in diese Listen unter anderem die folgenden Einträge werden:

  • Die Konkurrenzunternehmen, denn warum sollte man Geld dafür ausgeben um seine Konkurrenz mit Informationen über die eigenen Produkte zu versorgen?
  • Adressen von Personen und Unternehmen die sich auf eine Werbekampagne hin melden und keine Werbung mehr erhalten wollen.
  • Adressen von Werbebriefen die nicht zugestellt werden konnten und sonstige veraltete Adressen, um diese später nicht noch einmal unnötiger Weise anzuschreiben.
  • Adressen von Personen und Firmen bei denen es in der Vergangenheit Probleme mit der Bezahlung von Rechnungen gegeben hat und die deshalb nicht mehr beliefert werden sollen.

Verarbeitet werden können Sperrlisten mit Tools wie den auf www.DataQualityApps.de erhältlichen DataQualityTools oder dem DeduplicationWizard. Die fehlertolerante Suche nach Duplikaten die diese Programme unterstützen stellt dabei sicher, dass gesperrte Adressen auch dann als solche erkannt werden wenn diese in der Sperrliste anders geschrieben worden sind als in der Liste mit den zu bewerbenden Adressen.

Wie man Robinsonlisten mit Hilfe der DataQualityTools verarbeitet können Sie in dem Artikel 'Opt-out-Listen mit den DataQualityTools verarbeiten' nachlesen.

Autor: Thomas Hainke