Vorausverfügung

Wenn Werbeschreiben, die mit der Deutschen Post per Dialogpost versendet wurden, nicht zugestellt werden können, dann werden diese normalerweise nicht an den Absender zurückgeschickt. Wird dies gewünscht, dann ist dies in Form einer Vorausverfügung auf dem Kuvert zu vermerken.

Sinnvoll ist eine Vorausverfügung allein schon um die Qualität der für die Werbesendung verwendeten Adressen beurteilen und, wenn es sich um die eigenen Adressen handelt, verbessern zu können. Nur so kann man es vermeiden Werbematerial wiederholt an falsche Adressen zu versenden. Bei gemieteten Adressen erhält man außerdem für unzustellbare Adressen in der Regel eine Vergütung, wenn man diese an den Adresshändler weiter reicht. Je nach Adresshändler ist das zum Teil auch bei gekauften Adressen der Fall. Die durch die Rücksendung von unzustellbaren Werbebriefen entstehenden Kosten zahlen sich also fast immer aus.

Für die Vorausverfügung gibt es zwei grundsätzliche Möglichkeiten:

  1. Rücksendung: In diesem Fall wird das Werbeschreiben wenn es unzustellbar oder der Empfänger verzogen ist an den Absender zurückgesendet. Bei Werbeschreiben die per Dialogpost versendet worden sind berechnet die Deutsche Post hierfür aktuell EUR 0,21.
  2. Anschriftenberichtigungskarte: Alternativ oder auch als Ergänzung dazu kann man sich von der Deutschen Post die neue Adresse des Empfängers mitteilen lassen. Dafür verlangt sie aktuell EUR 0,90.

Um diese Leistung der Deutschen Post in Anspruch zu nehmen, ist die genaue Bezeichnung der gewünschten Vorausverfügung deutlich lesbar oberhalb der Empfängeranschrift anzugeben. Möglich sind dabei folgende Varianten:

  • Wenn unzustellbar, zurück!
  • Wenn Empfänger verzogen, zurück!
  • Bei Umzug Anschriftenberichtigungskarte!
  • Bei Unzustellbarkeit Anschriftenberichtigungskarte!
  • Bei Mängeln in der Anschrift Anschriftenberichtigungskarte!

Dazu sind noch Kombinationen aus den vorgenannten Varianten möglich, wie zum Beispiel:

  • Wenn Empfänger verzogen, zurück! Wenn unzustellbar, zurück!
  • Bei Unzustellbarkeit oder Mängeln in der Anschrift Anschriftenberichtigungskarte!
  • Bei Unzustellbarkeit oder Umzug oder Mängeln in der Anschrift Anschriftenberichtigungskarte!
  • Wenn unzustellbar, zurück! Bei Umzug Anschriftenberichtigungskarte!

Damit eine solche Vorausverfügung bearbeitet werden kann muss die vollständige Absenderadresse auf der Vorderseite der Sendung stehen. Alternativ dazu kann aber auch in der Vorausverfügung eine Adresse mit angegeben werden, an die die zurücklaufenden Sendungen oder die Anschriftenberichtigungskarte geschickt werden sollen.

Autor: Thomas Hainke